Tod und Geburt – Was würde Jesus dazu sagen?

„´Ausgang und Eingang, Anfang und Ende liegen bei dir Gott, füll du uns die Hände` so singt ihr es manchmal im Gottesdienst. Wie weise. Wenn es dunkler wird am Jahresende gedenkt ihr der Toten: Es ist gut, wenn ihr euch dafür Zeit nehmt. Auch gemeinsam, das kann trösten.

Wenn ihr an die Toten denkt, dann denkt ihr ja auch an euch. An euer Leben. Dass es endlich ist. Es klingt vielleicht paradox, aber: Über die eigene Sterblichkeit nachzudenken, macht lebenstüchtig.

In den Psalmen (90,12) heißt es: „So lehre uns unsere Tage zählen, damit wir ein weises Herz gewinnen.“ Der Blick auf das Ende setzt vieles erst in die richtige Perspektive, hilft unterscheiden zwischen dem wesentlichen und dem unwichtigen.

Auch der Blick auf den Anfang des Lebens, auf Schwangerschaft und Geburt, hat so eine klärende Wirkung: Trotz Sorge und Fürsorge bleibt vieles unverfügbar. Das Leben ist ein Wunder.

Bald feiert ihr wieder meine Geburt. Mit allen möglichen Dingen: Weihnachtstee, Weihnachtsgebäck, Weihnachtsbraten – und noch viel mehr. Da weiss ich manchmal nicht, ob ich lachen oder weinen soll.

Natürlich sollt ihr euch am Leben freuen! Genießen. Auch ich habe das getan und wurde dafür ´Fresser und Weinsäufer` genannt. Aber passt auf, dass ihr dabei das wesentliche nicht verpasst: Das Leben ist Geschenk.Es ist ein Wunder.“

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