Diskussionsveranstaltung zur Situation der Flüchtlinge

Am Mittwoch, den 17. September findet eine Diskussionsveranstaltung anlässlich der aktuellen Situation der Flüchtlinge um 19 Uhr in der Heilig-Kreuz-Kirche, Zossener Straße 65, 10961 Berlin Kreuzberg statt: Der Kirchenkreis Berlin Stadtmitte lädt gemeinsam mit der Gemeinde Heilig Kreuz-Passion zu der oben genannten Veranstaltung herzlich ein. Es wird ein Vertreter der Flüchtlinge sprechen. Für die Evangelische Kirche wird Generalsuperintendentin Ulrike Trautwein an der Veranstaltung teilnehmen. Außerdem wurden die Senatoren Henkel, Kolat und Czaja oder von ihnen benannte VertreterInnen sowie SprecherInnen der Oppositionsparteien im Abgeordnetenhaus eingeladen.

Wir hoffen, dass möglichst viele Gemeindeglieder unserer Kirche an unserer Veranstaltung teilnehmen. Sie soll auch ein Zeichen der Solidarität von Christen und den Flüchtlingen in unserer Stadt, von denen nicht wenige selber Christen sind sein.

Des weiteren wird es darum gehen, wie die Gemeinden, die zur Zeit für die Unterstützung der Flüchtlinge eingetreten sind, unterstützt und entlastet werden können.

Wir hoffen auf eine rege An-Teilnahme und eine gute Diskussion. Für den Kirchenkreis Berlin Stadtmitte

Dr. Bertold Höcker, Superintendent Kirchenkreis Berlin Stadtmitte
Silke Radosh-Hinder, Stellv., Superintendentin Kirchenkreis Berlin Stadtmitte Pfarrer Peter Storck; Stellv., Superintendent Kirchenkreis Berlin Stadtmitte

Weitere Informationen:

Am Donnerstag, 11. September 2014 haben ca. 60 Flüchtlinge die St. Thomas-Kirche in Kreuzberg besetzt. Sie gehören mehrheitlich zu der Gruppe von Flüchtlingen, die ehemals auf dem Oranienplatz für ein Bleibrecht demonstriert und nach einer Vereinbarung mit der Senatorin Kolat sich bereit erklärt hatten, das Camp auf dem Oranienplatz zu räumen und in eine vom Senat von Berlin bereitgestellte Unterkunft zu ziehen.

Ihnen war zugesichert worden, mit Unterstützung der kirchlichen Wohlfahrtsverbände ihre Einzelanträge auf Gewährung eines Aufenthalts zu prüfen. Die kürzlich erfolgte Abweisung aller gestellten Anträge und die gleichzeitige sofortige Aufkündigung der bis dahin gewährten Unterbringung haben zu erheblichen Protesten der Betroffenen geführt.

Die auf dem Dach des Hostels in der Gürtelstraße protestierenden Flüchtlinge konnten inzwischen durch kirchliche Vermittlung stellvertretender Superintendenten des Kirchenkreises Berlin Stadtmitte, dazu gebracht werden, das Dach zu verlassen. Sie haben inzwischen Aufnahme in der Kirchengemeinde Heilig Kreuz-Passion gefunden.

Die Besetzung der St. Thomas-Kirche konnte am Sonntagabend, 14. September 2014 nach intensiven Bemühungen um eine gewaltlose und einvernehmliche Vereinbarung friedlich beendet werden.

Den ca. 60 Flüchtlingen sind Notunterkünfte an verschiedenen anderen kirchlichen Orten für eine vorübergehende Zeit angeboten worden. Sie haben dieses Angebot angenommen und damit einen wichtigen Beitrag zur Deeskalation einer kritischen Situation geleistet. An die Bereitschaft der Flüchtlinge, die Kirche zugunsten alternativer temporärer Unterkünfte zu verlassen, knüpft sich die Absprache, ihre Anliegen mit der Diskussionsveranstaltung weiter öffentlich zu machen.

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