Tod und Geburt – Was würde Jesus dazu sagen?

„´Ausgang und Eingang, Anfang und Ende liegen bei dir Gott, füll du uns die Hände` so singt ihr es manchmal im Gottesdienst. Wie weise. Wenn es dunkler wird am Jahresende gedenkt ihr der Toten: Es ist gut, wenn ihr euch dafür Zeit nehmt. Auch gemeinsam, das kann trösten.

Wenn ihr an die Toten denkt, dann denkt ihr ja auch an euch. An euer Leben. Dass es endlich ist. Es klingt vielleicht paradox, aber: Über die eigene Sterblichkeit nachzudenken, macht lebenstüchtig.

In den Psalmen (90,12) heißt es: „So lehre uns unsere Tage zählen, damit wir ein weises Herz gewinnen.“ Der Blick auf das Ende setzt vieles erst in die richtige Perspektive, hilft unterscheiden zwischen dem wesentlichen und dem unwichtigen.

Auch der Blick auf den Anfang des Lebens, auf Schwangerschaft und Geburt, hat so eine klärende Wirkung: Trotz Sorge und Fürsorge bleibt vieles unverfügbar. Das Leben ist ein Wunder.

Bald feiert ihr wieder meine Geburt. Mit allen möglichen Dingen: Weihnachtstee, Weihnachtsgebäck, Weihnachtsbraten – und noch viel mehr. Da weiss ich manchmal nicht, ob ich lachen oder weinen soll.

Natürlich sollt ihr euch am Leben freuen! Genießen. Auch ich habe das getan und wurde dafür ´Fresser und Weinsäufer` genannt. Aber passt auf, dass ihr dabei das wesentliche nicht verpasst: Das Leben ist Geschenk.Es ist ein Wunder.“

Adventsfest an der Evangelischen Schule Friedrichshain

Am Freitag, den 16. Dezember, feiert die Evangelische Schule Friedrichshain, hinter der Pfingstkirche gelegen, ihr Adventsfest!

Nachbarn und Interessierte sind herzlich eingeladen!

Das Fest beginnt um 15 Uhr mit einem Kindergottesdienst. Darin werden die SchülerInnen der 1.Klasse das Stück „Der lange Weg nach Bethlehem“ aufführen.

Danach gibt es adventliche Köstlichkeiten, Überraschungen, Kinderschminken, eine Tombola und Stockbrotbacken am Lagerfeuer. Das Fest endet um 18 Uhr.

Gottesdienst für Klein und Groß: Erster Advent 14 Uhr!

In der Pfingstgemeinde wird der erste Advent mit einem besonderen Gottesdienst gefeiert. Er beginnt um 14 Uhr und ist vorbereitet für Kleine und Große, für Kinder und Erwachsene. Es geht dabei um´s Warten, Erwartung, Vorfreude…

Nach dem Gottesdienst laden wir ein zu Kaffeetrinken und Adventslieder-singen. Vielleicht haben Sie ein Instrument, vielleicht haben Sie es auch schon lange nicht mehr gespielt. Bringen Sie es mit! Lassen Sie uns gemeinsam musizieren und singen!

Heiligabend mit Krippenspiel

Am Heiligen Abend wird es um 15 Uhr einen Gottesdienst mit Krippenspiel geben. Ich freue mich sehr, dass die JugendTheaterGruppe, heute zugesagt hat. Die Gruppe trifft sich zu Proben regelmäßig in der Pfingstkirche.

Damit wird es am Heiligen Abend ein Angebot für Kinder, Eltern und Großeltern und freilich auch für alle anderen geben. Im beheizten Saal hinter der Kirche. Schon heute mal: Dank für die Zusage.

Lioba Diez

Stille Zeit – donnerstags mittags

Mitten am Tag mal inne halten. Die Arbeit und Erledigungen unter-brechen. Ruhig werden, still werden. Da sein.

Dazu gibt es jetzt einmal in der Woche ein Angebot in der Pfingstkirche. Immer donnerstags um 13 Uhr für eine Viertel Stunde.

Ankommen und Ruhig werden.

Stille.

Gebet.

– Und danach wieder Aufbruch in den Alltag. In unser kostbares Leben.

Es ist normal, anders zu sein

Vorstellung von Pfarrerin Lioba Diez im Gemeindebrief Ostkreuz Sept/Okt 2011

Die Glocken der Pfingstkirche läuten. Es ist Sonntagmorgen und die Türen der Kirche stehen offen: Gottesdienstzeit. Da ist der Mann, der sich regelmäßig um die Kirche kümmert. Da sitzt die Frau, die sich seit langem für die Gemeinde engagiert. Ein junger Mann kommt; er ist erst vor kurzem zugezogen und kommt zum ersten Mal, um zu schauen, ob sich rund um die Pfingstkirche Bekannte oder gar Freunde finden lassen. Eine Mutter will ihrem Kind Werte vermitteln und hofft, in der Kirche einen guten Ort dafür zu finden. Da sind Eltern, die ihr Kind auf die Evangelische Schule schicken und mal schauen, was in der Pfingstkirche nebenan los ist. Da ist die Studentin auf der Suche nach Spiritualität. Und auch die Seniorin kommt, die schon Jahrzehnte zur Gemeinde zählt, die schon dabei war als das noch mit Nachteilen verbunden war.

Sie feiern Gottesdienst, manchmal nebeneinander, manchmal miteinander. Menschen mit verschiedenen Lebens- und Glaubenserfahrungen, verschiedenen Erfahrungen von Zuversicht und Zweifel.

Nach dem Segen bleiben einige noch, trinken Kaffee und Tee. Lernen einander kennen oder treffen sich wieder. Erzählen einander von der letzten Woche. Geben sich Anteil an ihrer Freude und ihrem Leid. Sie diskutieren auch mal über die Predigt. War sie zu fromm oder nicht fromm genug? Konflikte bleiben nicht aus. Aber es gibt auch deutliches Bemühen auf einander zuzugehen, sich wieder zu verstehen: Wer sich ärgert, sagt es der betreffenden Person direkt. Wer sich freut, äußert das auch. Die Gemeinde ist ein Ort, wo unterschiedliche Menschen zusammen kommen, miteinander Gottesdienst und das Leben feiern. Es ist ein Ort, an dem es normal ist, anders zu sein, denn: „Wir haben jeweils unterschiedliche Gaben, die uns in göttlicher Zuwendung geschenkt wurden“ (Röm 12,6a).

Von solch einer Gemeinde träume ich. Ab Oktober werde ich Pfarrerin im Entsendungsdienst an der Pfingstkirche sein – mit 50 % Stellenumfang. Ich bin Ende dreißig, verheiratet mit Günter Metzges und Mutter zweier kleiner Töchter Kaya (2) und Mira (4 Jahre). Bislang habe ich als Studienleiterin im Amt für kirchliche Dienste „Religionsphilosophische Projektwochen“ an Schulen organisiert. Zuvor war ich Vikarin an der Zionskirche, in der Evangelischen Kirchengemeinde Sophien.

Und: Von welcher Gemeinde träumen Sie?