Bischof Dröge zum EKD Beschluss ein Schiff zur Menschenrettung zu schicken

Liebe Schwestern und Brüder,
der Beschluss des Rates der EKD, ein Rettungsschiff für das Mittelmeer zu erwerben und einer Seenotrettungsorganisation zur Verfügung zu stellen, hat viele Diskussionen ausgelöst. Die positiven Rückmeldungen überwiegen bei weitem, es gibt aber auch kritische Kommentare. Um Ihnen die notwendigen Hintergrundinformationen zur Verfügung zu stellen, wende ich mich heute an Sie.

Der Beschluss des Rates geht zurück auf eine Resolution des Deutschen Evangelischen Kirchentages in diesem Jahr in Dortmund. Über diese Resolution hat der Rat der EKD sehr intensiv beraten. Mit der Bereitstellung eines Schiffes soll ein deutliches Zeichen gesetzt werden. Jedes gerettete Menschenleben weist auf die Problematik hin, dass Menschen aus Afrika nach wie vor über das Mittelmeer unter Lebensgefahr zu uns nach Europa fliehen. Das Schiff erinnert an die humanitäre Katastrophe, die sich vor den Toren Europas abspielt. Unser Hilfsprojekt kann die Probleme nicht lösen, kann nur auf die Probleme aufmerksam machen und politische und humanitäre Lösungen einfordern. Das Schiff ist ein Teil des Gesamtengagements der Evangelischen Kirche im Zusammenspiel mit der Diakonie Katastrophenhilfe und Brot für die Welt, die in Krisengebieten tätig sind und in vielfacher Weise dazu beitragen, Fluchtursachen zu bekämpfen. Das Rettungsschiff kann und soll die politisch Verantwortlichen mahnen, Fluchtursachen zu bekämpfen und eine konsistente europäische Flüchtlingspolitik zu entwickeln.

Für das geplante Schiff werden keine Kirchensteuermittel verwendet. Es wird ausschließlich aus Spenden finanziert. Die große Resonanz, die bereits die Kirchentagsresolution hervorgerufen hat, lässt hoffen, dass ausreichend Spenden eingehen werden, um das Projekt zu ermöglichen. Es wird ein Verein gegründet werden, der ein breites zivilgesellschaftliches Engagement motiviert und koordiniert. Die Rückmeldungen angesprochener zivilgesellschaftlicher Akteure und Organisationen hat gezeigt, wie viel Unterstützung das Projekt schon jetzt bekommt.

Für alle Fragen, die sich aus dem Beschluss der EKD ergeben, hat die EKD auf ihrer Homepage eine Seite mit FAQs eingerichtet: https://www.ekd.de/faqs-zur-seenotrettung-495888.htm. Hier sind mögliche Fragen, die sich aus dem Beschluss der EKD ergeben, beantwortet.

Liebe Schwestern und Brüder, ich teile die Einschätzung der EKD, dass das Schiff nur eine exemplarische Funktion haben kann, um auf das ungelöste Problem der anhaltenden Flucht aus Afrika hinzuweisen. Aber dennoch gilt: Jedes gerettete Menschenleben ist unendlich wertvoll! Wir dürfen nicht zulassen, wenn der Tod von Menschen als unvermeidbar hingenommen oder gar als Teil einer notwendigen Abschreckungsstrategie bewertet wird.

Ich finde es richtig, dass die EKD sich entschieden hat, keine Kirchensteuermittel für das Schiff einzusetzen und das Schiff einer professionellen Seenotrettungs-Organisation zur Verfügung zu stellen. So kann ein breites Bündnis von gesellschaftlichen Kräften zusammenwirken, um die europäischen Regierungen auf die Notwendigkeit weiteren politischen und humanitären Handelns hinzuweisen.

In dem Interview mit dem rbb finden Sie meine Stellungnahme zum Thema: https://www.rbb-online.de/rbbkultur/radio/programm/schema/sendungen/kulturtermin/archiv/20190913_1904.html?fbclid=IwAR2hZTAA6-0SNUItpNyFjYZ5mG2LMHCSN-albeqDEjybnCDDUg1jNFTmzIA.

Ich danke Ihnen für Ihre Auseinandersetzung mit dem Thema und die möglicherweise notwendigen Diskussionen.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Bischof Dr. Markus Dröge

Hope-Pop – Projekt mit christlicher Pop-Musik beginnt

Hope-Pop ist eine besondere Art christlicher Musik, vielen vielleicht als „Worship-Musik “ bekannt. In regelmäßigen Hang-Outs findet sich gerade eine Band in Pfingst, um Songs wie die von bekannten christlichen Künstlern (zB. Hillsong oder Chris Tomlin), aber auch altbekannte Kirchensongs auf Pop-Art zu spielen. Dabei geht es auch darum, Gemeinschaft mit Essen, Getränken und Musik auszuleben. Das Projekt steckt noch in den Kinderschuhen… Wer Interesse hat, melde sich bitte per E-Mail bei Julia unter hopepop@pfingstkirche-berlin.de. Ihr solltet dafür entweder ein Instrument spielen oder Spaß am Singen haben und Lust auf englische sowie deutsche Worship-Songs haben. Falls ihr euch noch nichts darunter vorstellen könnt und neugierig geworden seid, meldet euch einfach per Mail für weitere Erläuterungen. 
Leitung: Julia Fiedler 

Erntedank feiern am 22.9. mit Gottesdienst und veganem Brunch

“Es geht durch uns´re Hände – kommt aber her von Gott” – so heißt es in einem Erntedanklied. Was wir ernten, was uns ernährt, was uns nährt … dafür können wir einiges tun, aber wir haben es nicht in der Hand. Da ist eine größere Kraft am Werk.

Das feiern wir am kommenden Sonntag, dem 22. September: Im Gottesdienst für alle Generationen werden wir innehalten und bewusst die Schöpfung und Schöpfungskraft wahrnehmen. Der Gottesdienst wird gestaltet vom Pfingstchor und Kinderchor sowie von Charles Sebastian Böhm, Pädagoge und Initiator von “Kinder brauchen Matsch”, und Pfarrerin Lioba Diez.

Bitte bringt zum Schmücken des Altars Pflanzen und Früchte mit. Oder bringt für den Brunch nach dem Gottesdienst ewas veganes (pflanzliches) zum Essen mit! Was nicht für den Brunch bestimmt ist, werden wir an Laib und Seele in St. Markus weitergeben.

Warum vegan? Weil wir die Früchte des Feldes in den Mittelpunkt stellen wollen, die im Herbst geerntet werden. Und weil wir als Menschen Tiere nicht nur nutzen, sondern auch ausnutzen. An diesem Tag versuchen wir bewusst darauf zu verzichten, und anders zu essen und anders zu feiern.

Erntedank-Gottesdienst am 22. September – anschließend veganer Brunch!

Danken ist gar nicht so einfach. Kinder lernen echtes Danken erst durch eigene Erfahrungen…. Danken ist auch für Erwachsene nicht immer einfach. Im Gottesdienst für alle Generationen zu Erntedank wollen wir es tun: Innehalten. Und bewusst die Schöpfung wahrnehmen, und das, was wächst und gedeiht. Der Gottesdienst wird gestaltet von Charles Sebastian Böhm, Mitarbeiter im Sprengel Friedrichshain Nord, Pfarrerin Diez und Team.

Im Anschluss sind alle zum veganen Brunch eingeladen. Bitte bringt zum Schmücken des Altars und – oder zum Brunch – etwas veganes (pflanzliches) mit!
Warum vegan? Weil wir als Menschen Tiere oft ausnutzen und ausbeuten. An diesem Tag versuchen wir bewusst darauf zu verzichten, und anders zu essen und anders zu feiern.

Herbstliches Konzert am 15. September um 16 Uhr

Pfingstchor, Enodamus Kammerchor (Leitung: Pam Hulme) und Byrdland (Leitung: Fabian Schellhaas) singen Musik von J. S. Bach, Benjamin Britten, Leonard Bernstein und vielen mehr!  

Ein Chorfest im Herbst ist inzwischen in der Pfingstkirche Tradition geworden. Jedes Jahr lädt der Pfingstchor andere Chöre in den  Friedrichshain ein, Gäste kommen aus Nah und Fern um Chormusik und Chorleben zu feiern. Dieses Jahr hoffen wir, da es früher als sonst stattfinden wird, dass wir sowohl den Spätsommer verabschieden als auch in den Herbst herein feiern können. Das heisst natürlich nicht nur schöne Musik hören, sondern auch das Beisammensein nach dem Konzert bei spätsommerlichem Wetter. 

Eintritt: €5,00 / €3,00 (Ermäßigt) mit Bierempfang danach